Porsche Cayenne Coupé Electric: 1.156 PS und 669 km Reichweite in Peking enthüllt

Porsche Cayenne
Coupé Electric:
1.156 PS. 669 km.
In Peking geboren.
Porsche hat auf der Auto China 2026 in Peking sein bislang stärkstes SUV enthüllt. Das Cayenne Coupé Electric übernimmt die Dachlinie des 911, leistet im Turbo bis zu 1.156 PS und lädt in nur 16 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Das ist Stuttgart auf Höchstleistung.
Heute auf der Auto China 2026 enthüllt: Das Porsche Cayenne Coupé Electric ist die schlankere, schnellere und reichweitenstärkere Ergänzung zum bereits beeindruckenden Cayenne Electric SUV. Drei Varianten, eine Plattform und ein Design, das seine charakteristische Dachlinie direkt vom ikonischsten Sportwagen der Geschichte entlehnt.
Weltpremiere
in Peking.
Heute.
Porsche hat die Auto China 2026 in Peking für die Weltpremiere des Cayenne Coupé Electric gewählt, und das ist kein Zufall. China ist der größte Elektrofahrzeugmarkt der Welt, und Peking ist der Ort, an dem man Zeichen setzt. Das Cayenne Coupé Electric ist genau dieses Zeichen: ein Auto, das jede Kritik an elektrischen SUVs auf einmal beantwortet und dabei eine Dachlinie trägt, die vom 911 entlehnt wurde.
Der Cayenne ist seit 2002 das wichtigste Modell von Porsche. Ohne ihn würde die aktuelle Sportwagenlinie in dieser Form nicht existieren. Die Elektroversion des Cayenne, im November 2025 eingeführt, war bereits beeindruckend. Das Coupé, das heute enthüllt wurde, nimmt alles, was das SUV bietet, und macht es schneller, schlanker und reichweitenstärker. Rund 40 % aller Cayenne-Käufer entscheiden sich historisch für die Coupé-Karosserie, so Porsche. Diese Zahl allein erklärt, warum dieses Auto existiert.
Die sanft geschwungene Dachlinie schwingt elegant über die breiten Schultern des Fahrzeugs und verleiht dem Cayenne Coupé ein besonders sportliches Erscheinungsbild. Extrovertiert und klar positioniert ist das neue Cayenne Coupé Electric durch und durch ein Sportwagen. — Thomas Stopka, Leiter Exterior Design, Style Porsche
Die 911-Flyline
auf einem
SUV
Das markanteste Designelement des Cayenne Coupé Electric ist seine Dachlinie, die Porsche intern als Flyline bezeichnet. Es ist dieselbe charakteristische Silhouette, die den 911 von der A-Säule rückwärts definiert: ein geschwungener Bogen, der sich zum Heck hin absenkt und dem Fahrzeug selbst im Stillstand ein Gefühl von Vorwärtsbewegung verleiht. Diese Linie auf ein fast 5 Meter langes SUV zu übertragen ist eine echte Designleistung.
Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das sich von der A-Säule rückwärts deutlich vom SUV unterscheidet, mit einer eigens für das Coupé entworfenen Windschutzscheibe. Der adaptive Heckspoiler integriert sich nahtlos in die Karosserie. Die Heckscheibe ist bündig und mit weniger Fugen eingelassen, was einen sauberen, modernen Auftritt ergibt. Hochglänzende schwarze Fensterzierleisten verlaufen über die gesamte Länge des Fahrgastraums und betonen die dramatische Dachlinie.
Das Coupé ist an seinem höchsten Punkt 24 Millimeter niedriger als das SUV, was direkt zur aerodynamischen Verbesserung beiträgt. Der Luftwiderstandsbeiwert sinkt von 0,25 beim SUV auf 0,23 beim Coupé: eine scheinbar kleine Zahl, die sich in 18 Kilometern zusätzlicher Reichweite niederschlägt. Aktive Aerodynamik, darunter ausfahrbare hintere Kotflügelblenden und bewegliche Kühlluftklappen, ermöglicht dem Fahrzeug die Optimierung zwischen maximaler Effizienz und maximaler Leistung.
Drei Varianten.
Für jeden
Fahrer.
Das Cayenne Coupé Electric wird mit drei Varianten eingeführt, die jeweils das entsprechende SUV-Modell spiegeln. Alle drei verfügen über Zweimotor-Allradantrieb. Alle drei sind serienmäßig mit adaptivem Luftfahrwerk und Porsche Active Suspension Management ausgestattet. Alle drei teilen denselben 113-kWh-Akku und die 800-Volt-Architektur. Der Unterschied liegt im sogenannten Overboost: der Spitzenleistung, die in kurzen Stößen per Launch Control abrufbar ist und jede Variante von beeindruckend zu außerordentlich macht.
Um diese Zahlen einzuordnen: Das Cayenne Turbo Coupé Electric liefert im Overboost mehr PS als ein Bugatti Veyron. In einem fünf Meter langen SUV. Das über zwei Tonnen wiegt. Porsche hat den Verstand nicht verloren. Es hat ihn elektrifiziert.
800 Volt.
400 kW laden.
16 Minuten.
Das Cayenne Coupé Electric basiert auf der PPE-Plattform von Porsche, derselben dedizierten Elektroarchitektur, die auch dem Macan Electric und dem Taycan zugrunde liegt. Das 800-Volt-Bordnetz ist der entscheidende Vorteil: Es ermöglicht DC-Schnellladeleistungen von bis zu 390 kW und unter bestimmten Bedingungen sogar bis zu 400 kW. An einer ausreichend leistungsstarken Ladestation kann das Cayenne Coupé Electric laut Porsche in nur 10 Minuten 300 Kilometer Reichweite nachladen. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert 16 Minuten. Das ist schneller als die meisten Menschen für eine Kaffeepause brauchen.
Die nordamerikanische Version ist serienmäßig mit einem NACS-Ladeanschluss ausgestattet, der den Zugang zum Tesla-Supercharger-Netzwerk und zu jedem CCS-kompatiblen DC-Schnellladegerät ermöglicht. Das serienmäßige AC-Onboard-Ladegerät liefert 11 kW, optional ist ein Upgrade auf 22 kW erhältlich.
Porsches schwierig-
stes Jahr.
Bestes Elektroauto.
Das Cayenne Coupé Electric erscheint zu einem turbulenten Zeitpunkt für Porsche. Die Finanzergebnisse 2025 waren die schlechtesten der jüngeren Geschichte: Der Betriebsgewinn fiel um 93 % auf 413 Millionen Euro, das Unternehmen verzeichnete mit 1,1 Milliarden Euro den ersten Quartalsverlust seiner Geschichte, und die Taycan-Auslieferungen gingen um 22 % zurück. Ein neuer CEO, Michael Leiters, übernahm am 1. Januar 2026. Das für die Jahrespressekonferenz 2022 mit großem Ehrgeiz angekündigte Ziel von 80 % Elektroanteil bis 2030 wurde im Juli 2024 offiziell aufgegeben.
Und doch hat Porsche inmitten all dem eines der technisch beeindruckendsten Elektrofahrzeuge gebaut, die je produziert wurden. Das Cayenne Coupé Electric wirkt nicht wie eine Marke im Rückzug, sondern wie eine Marke, die aus ihren Fehlern gelernt hat. Der Macan Electric, der zwar seinen Verbrenner-Vorgänger überholte, aber Absatzrückgänge verzeichnete, als die Verbrennervarianten gestrichen wurden, lehrte Porsche, dass Kunden Wahlfreiheit wollen. Das Cayenne Coupé Electric wird unbefristet neben Benzin und Plug-in-Hybrid-Varianten verkauft. Kein erzwungener Wandel. Kein Ultimatum.
Porsche sichert sich ab. Kein Elektropflicht-Mandat für den Cayenne. CEO Michael Leiters verspricht Verbrennungsmotoren weit ins nächste Jahrzehnt hinein. Und trotzdem steht hier ein 1.156-PS-Elektro-SUV, das in 16 Minuten lädt. Porsche widerspricht sich auf die beeindruckendste Art und Weise.
Der Maßstab
wurde gerade
neu gesetzt.
Das Cayenne Coupé Electric ist aus einem Grund bedeutsam, der über seine technischen Daten hinausgeht. Es beweist, dass ein elektrisches SUV wirklich begehrenswert sein kann und nicht nur technisch kompetent. Es zeigt, dass Reichweitenangst, Ladezeit und Fahrleistung gleichzeitig gelöst werden können, ohne die Alltagstauglichkeit zu opfern. Und es demonstriert, dass eine Marke mit Porsches DNA ihr wichtigstes Modell elektrifizieren kann, ohne das zu verlieren, was den Kauf überhaupt lohnenswert macht.
Der Wettbewerb wird zur Kenntnis nehmen. BMW iX, Audi Q6 e-tron und Mercedes EQS SUV sind allesamt hervorragende Elektro-SUVs. Keines von ihnen hat die Dachlinie eines 911. Keines schafft 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden mit fünf Personen an Bord und einem Boot im Schlepp. Und keines lädt mit 400 kW. Der Maßstab für Premium-Elektro-SUVs wurde gerade in Peking neu definiert. Was auch immer Porsches finanzielle Schwierigkeiten sein mögen: der Stuttgarter Hersteller weiß noch immer, wie man ein Auto baut, das jedes andere Auto ein wenig weniger eindrucksvoll erscheinen lässt.
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